Seminarraum Didaktik lernen

Phase 3 Hinführung

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Didaktische Funktion der Methoden dieser Phase

 

Mit Hilfe der Methoden dieser Phase aktivieren die Teilnehmer/innen ihr Vorwissen zum Unterrichtsthema. Dies wirkt sich positiv auf ihre Bereitschaft aus, sich anschließend mit den Seminarinhalten aktiv auseinander zu setzen. Zusätzlich können Sie inhaltlich in den nachfolgenden Seminarphasen an das Vorwissen anknüpfen, also die Teilnehmer/innen dort abholen, wo sie sich mit ihrem Vorwissen befinden.

1 Kugellager (auch als Methode Zwiebel bekannt)

 

Die Teilnehmer/innen tauschen sich zu vorgegebenen Fragen mit wechselnden Gesprächspartnern/innen aus.
Vorgehen:
Teilen Sie die Gruppe durch Abzählen in zwei Untergruppen auf. Die Mitglieder der ersten Gruppe sollen aufstehen, nebeneinander stehend Schulter an Schulter einen Kreis bilden und dabei nach außen blicken. Die zweite Gruppe bildet um den Innenkreis herum einen Außenkreis mit Blickrichtung nach innen. Je einem Mitglied der Innengruppe steht somit eines der Außengruppe gegenüber, beide blicken sich an. Bei ungerader Teilnehmer/innen-Anzahl nehmen zwei Teilnehmer/innen zusammen eine Position im Außenkreis ein und stellen sich einer Person des Innenkreises gegenüber.
Geben Sie nun ein Gesprächsthema vor, äber das sich die Paare zwei Minuten austauschen sollen. Die dazugehörige Frage hängen Sie für alle sichtbar auf.

Vorschläge für Gesprächsthemen:


• Was wissen Sie bereits über das Thema dieser Veranstaltung?
• Tauschen Sie sich bitte zusammen über folgende Frage aus, zum Beispiel: "Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Einsatz aktivierender Methoden in der Lehre gemacht?"
• Diskutieren Sie das Pro der Thematik, zum Beispiel: "Was spricht für den Einsatz aktivierender Methoden in der Lehre?"
• Diskutieren Sie das Contra der Thematik, zum Beispiel: "Was spricht gegen den Einsatz aktivierender Methoden in der Lehre?"

Kündigen Sie, nachdem die Paare 90 Sekunden gesprochen haben an, dass die Gesprächszeit in einer halben Minute zu Ende sein wird. Danach bitte Sie die Personen im Innenkreis sich eine Position nach rechts zu bewegen. So entstehen neue Gesprächspaare. Eine weitere Gesprächsrunde entweder zum gleichen oder einem neuen Thema schließt sich an.
Nach zwei bis drei Gesprächsrunden beenden Sie das Kugellager. Nachdem die Teilnehmer/innen sich wieder hingesetzt haben, lassen Sie sich zu einer oder zwei der im Kugellager besprochenen Fragen Antworten zurufen. Notieren Sie diese an einer Tafel oder einem FlipChart. Diese Aspekte können Sie als Einleitung des Unterrichtsthemas nutzen und auf diese auch in der anschließenden Informationsphase immer wieder eingehen.

 

 

 

Rahmenbedingungen für den Methodeneinsatz:

 

Geeignete Gruppengröße: 6 bis 30 Teilnehmer/innen
Geschätzter zeitlicher Rahmen: Bei drei Fragerunden ca. 6 Minuten zusätzlich der Zeit für das Sammeln von Aspekten auf einem FlipChart
Geeignete Gruppenphase(n): Forming – Norming – Performing
Notwendige räumliche Gegebenheiten: Freifläche, um Innen- und Außenkreis bilden zu können.

Kompetenzbereich(e), die vorwiegend angesprochen werden: Fachkompetenz – Sozialkompetenz – Personalkompetenz